Kalti-fornien

Am Wochenende waren wir im Joshua Tree National Park. Der ist hier so drei Stunden entfernt und dort war es tatsächlich ziemlich eiskalt. Dummerweise hatte Gustavo zwar ein riesiges Zelt dabei, aber die falschen Stangen. Damit mussten wir dann im Auto bzw. unter der Zeltplane schlafen. Ging für die erste nacht dann auch irgendwie, Frostbeulen gab’s keine, auch wenn es unter Null Grad war (jaja ich weiß, is für euch in Deutschland nix besonderes, aber hier…). Für die zweite nacht gab’s dann Besuch von Freunden aus LA, die hatten zum Glück zufällig ein 8 Personen Zelt für 5 Personen dabei.
Der Park ist relativ schnell beschrieben: Steine, Sand, Bäume. Wobei die Bäume iegentlich gar keine Bäme sind, weil der Joshua Tree gar kein Tree, sondern offiziell eine Yucca-Lilie ist. Haben sich die Biologen so ausgedacht. Der heisst übrigens Joshua Tree, weil irgendein bekiffter Mormone beim Landraub dachte, der sieht doch aus wie der olle Prophet Joshua als er zum Himmel gebetet hat.
Die Aussicht ist trotzdem ziemlich spektakulär, unter anderem kann man das berühmte Coachella Valley sehen (leider ist das Festival erst im Sommer, wenn ich schon wieder weg bin) und den Salton Lake. Am Salton lake liegt auch Slab City (Hippie, Aussteiger und Verrückten-Kommune, steht auch noch auf der Besuchs-Liste) das jedem aus ‘Into the Wild’ bekannt sein sollte. Nach dem was man so hört ist es im Gegensatz zum Film aber ziemlich runtergekommen. Außerdem ist da auch der Soledad Mountain, den man aus dem gleichen Film kennen sollte. Der olle Typ hockt da immernoch rum und kritzelt Gebete und Liebesbotschaften auf den Beton, muss ich unbedingt auch noch sehen. Vielleicht mach ich da mal ne Radtour hin.
Mehr will ich auch gar nich erzählen, so spannend isses da nämlich nicht. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass der Park mitten in der ‘Wüste’ ist und die Amis da den Outback-Klischee-Amis schon relativ nahe kommen. Hier ein paar Bilder:

Halloween update

Ja, Halloween ist eigtl. erst morgen. Das hält die Amis aber nicht davon ab das Wochenende davor und danach ordentlich zu feiern. Wir sind Samstag ach Santa Barbara gefahren, Hauptstadt des College-Halloween in Kalifornien. Anwohner vermieten ihre Parkflächen für 50 Dollar/Tag als Parkplatz und auf den Straßen sieht man lauter Halbnackte verkleidete.
Nachts sind die Straßen voll mit Leuten, dazwischen Polizisten, die äußerst penibel knotrollieren, dass auch ja niemand Alkohol auf der Straße trinkt.
In den Häusern wird dafür umso mehr getrunken, praktisch jedes haus hat seine eigene Party. Ist schon ziemlich verrückt. Bilder gibt’s davon keine ;)
Auf der Rückfahrt hab ich dann doch mal ein Bild gemacht.

Seit letzter Woche surfe ich auch endlich öfter, nebenher klettere ich noch ein par mal pro Woche, die Boulderhalle ist direkt neben meinem Büro. Außerdem hab ich angefangen mein eigenes Sauerteigbrot zu backen. Ich hatte ziemlich schnell die Nase voll von amerikanischem Toastbrot. Mein erster Versuch wäre fast am ultraheissen Backofen gescheitert, der Zweite ist aber ziemlich gut geworden. Hier das Ergebnis und wenn’s mit dem Sudium nix wird, werd ich Bäcker.

Weizen-Sauerteigbrot mit Sonnenblumen-, Kürbiskernen und Leinsamen

Save the Oceania

Sonne Grüße aus San Diego! Diese Woche hat es doch tatsächlich das erste Mal geregnet seit ich hier bin. Es war dann auch gleich ziemlich ‘kalt’, die Sonne hat aber nicht lange auf sich warten lassen. Alles in allem ist der Herbst hier bisher ziemlich erträglich ;)
Heute hab ich den Tag genutzt um mit dem UCSD Surf Club ein wenig surfen zu gehen. Der Club ist gerade erst dabei sich wieder neu aufzubauen. Dafür planen wir fleißig Surftrips in die Umgebung, Beach Cleanups, Partys und andere Events. Gleichzeitig bin ich auch dem UCSD Surfrider Foundation Chapter beigetreten. Die Surfrider Foundation setzt sich für Umwelt- vor allem aber Küsten und Strand-Schutz ein. Zusammen mit dem San Diego Chapter finden regelmäßig Beach Cleanups oder Workshops statt. Vor allem oceanfriendly gardening ist hier ein Thema, da die Leute sich alle gerne englischen Rasen halten, der hier aber Unmengen an Wasser braucht, die der Regen nicht liefert.
Die erste Aktion für mich war am Samstag ein Cleanup direkt an der Mexikanischen Grenze im Gebiet des Tijuana River, der von Tijuana nach San Diego fließt und jede Menge Müll mitbringt. Einen Vormittag lang haben wir tonnenweise Müll aufgesammelt. Das sah zwar die ganze Zeit ziemlich aussichtlos aus, weil es so viel Müll ist, aber irgendwo muss man ja anfangen.
Abends war ich dann noch mit meinem Mitbewohner Luis auf einem Smashing Pumpkins Konzert, für das wir spontan Tickets für je 10 Dollar bekommen konnten. Ich bin zwar kein riesen Fan und kannte auch fast nichts, aber das neue Album heisst ja passenderweise Oceania.
Mein Projekt an der Uni nimmt auch weiter seinen Lauf. ich versuche immernoch dem Objekterkennungs-Programm NIMBLE beizubringen, Szenen (Küche, Bad, Strand, …) zu erkennen. Mitlerweile hab ich einen ganz guten Eindruck in den Forschungsablauf bekommen und auch gelernt, dass man mal eben 2 Wochen (oder auch länger) an etwas arbeiten kann, das man nachher komplett verwirft. Aber so ist das wohl ;)

Und jetzt Bilder:

Bilder II

Ein paar Bilder vom Mount Soledad mit Blick auf San Diego und La Jolla Beach.

Bilder

Ich hab mir mal einen nachmittag zeit genommen, mich aufs Rad geschwungen und ein paar Bilder gemacht.
Beschreibungen kommen, wenn ihr auf die Bilder klickt.